Dienstag, 2. Juni 2015

Wrap your furniture!

 Seit etlichen Jahren begleitet mich dieser Schrank.


Keine Schönheit aber treu!

Gedacht als Aktenschrank musste ich feststellen, dass nicht auf beide Etagen Ordner stehend passen. Anfängerfehler!

Dann war er schon Kleiderschrank für Pullover und Shirts. Und Wohnzimmerschrank für alles, was sonst keinen eigenen Platz hat. Er hat auch schon eine Weile bei einer Freundin als Flurschrank gewohnt. Nach ein paar kleinen Umbauten -Loch in den Einlegeboden und den Schrankboden um ein
höhenverstellbares Tischbein zur Stabilisierung einzusetzen. Nicht schön aber zweckmäßig und im Inneren verborgen... -war er dann zum Schluss ein Aquarienunterschrank für ein 160 l Becken. Seit wir dieses Becken abgegeben haben, war der Schrank über und permanent im Weg.



Da er aber noch "gut" war, konnte ich ihn ja nicht wegschmeißen. Das geht nicht. Sowas macht man doch nicht... Und Wegschmeißen kann ja jeder! Was also tun?

Er bekommt mal wieder ein neues Schaffensgebiet: unsere Handtücher im Badezimmer aufzubewahren. Aber bitte nicht im aktuellen optischen Zustand! Nicht mit wackeligen Plastikfüßen und fummeligen Plastikgriffen! Also Zeit für eine weitere Runde... öööhm.... Furniture-Wraping. Vielleicht sollte ich mir den Begriff schützen lassen. Falls ihn nicht schon ein anderer "erfunden"hat. *lach*

Die letzten Schränke, die ich überarbeitet habe, habe ich vom geklebten Furnier befreit, um an den saugenden Untergrund für die weitere Bearbeitung zu kommen. Einen Schrank habe ich mit der Bohrmaschine abgeschleift und mit Geschenkpapier und Kleister verdecopatched. Der andere, mein alter Flurschrank, wurde abgeflämmt und vershabbychiced. Diese Arbeit wollte ich mir diesmal sparen und bin deshalb für Recherchen in den Baumarkt gefahren. Für die meisten Kleber/Kleister braucht man einen saugenden Untergrund. Nicht aber für Ovalit. Ich hatte also meinen Komplizen gefunden.

Farblich zum restlichen Badezimmer passendes Papier hatte ich schon eine Weile liegen.Das hellblaue ist ein Wendepapier - oder so. Auf jeden Fall ist es auf der Rückseite grün. Dadurch sieht es je nach geklebten Schichten unterschiedlich aus und lockert das Gesamtbild auf.

So konnte es nun endlich losgehen. Papier zerreißen, Schrank einschmieren, Papier draufkleben, ab und zu mal mit einer Tapezierrolle glattstreichen. Das gibt ganz witzige Oberflächen:



Nach dem Trocknen hat der Schrank eine Schicht Klarlack bekommen, denn im Badezimmer gibt es Wasser. Hab' ich gehört. Und neben der Badewanne ist ein gefährlicher Standort. Wenn man ausgiebig plantschende Kinder hat...

Zu guter Letzt habe ich ihm noch ein paar neue Füße und neue Griffe aus Metall spendiert. Nun strahlt er an seinem neuen Platz und geht in seiner Aufgabe völlig auf.



Damit beteilige ich mich heute mal wieder am Creadienstag von Anke.

Happy wrapping!
Sina


Kommentare:

  1. Der sieht ja richtig klasse aus! Die Arbeit hat sich gelohnt :-)
    LG
    Frau H.

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    1. Hallo Frau H., vielen Dank für deinen nette Kommentar!
      Liebe Grüße zurück
      Sina

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  2. wow ! der Schrank hat eindeutig gewonnen, sehr sogar
    und sieht nach Meeeeer aus - schön !

    wegwerfen? nee, geht gar nicht
    bei uns werden Möbel auch umgestaltet, umgebaut und umgenutzt, bis sie auseinanderfallen
    und dann werden meist noch die Bretter weiter verwendet

    lieben Gruß
    Uta

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  3. Meer..., liebe Uta, DAS war ein Stichwort. Ich bin begeisterte Muschelsammlerin. Leider fristen die gefundenen Schätze zumeist ihr Dasein in einer Schublade. Das wird sich nun ändern. Und irgendwo hab' ich glaub ich auch noch ein Flaschenschiff... Vielen Dank für diese Inspiration und deinen lieben Kommentar!
    Liebe Grüße
    Sina

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  4. Super Idee, Danke! Nun weiss ich endlich, wie ich mein Badezimmer-Mobiliar auffrischen kann.
    herzliche Grüße, Anna

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