Montag, 29. Juni 2015

Babys.... so viele Babys!

Neulich kam mein Kurzer ganz aufgeregt mit einem listigen Grinsen zu mir gelaufen. Ich sollte "ganz schnell mitkommen", er hätte etwas ganz, ganz tolles für mich entdeckt... Naja, man kennt seinen Nachwuchs ja. Ich wusste also, dass er eine Spinne entdeckt haben musste, die ich, wie auch er weiß, nicht besonders mag.

Und ja, es war achtbeinig, was er entdeckt hatte. Allerdings waren es hunderte Achtbeinige. Lauter Spinnenbabys in einem großen, kleinen Nest. Da musste natürlich mal wieder das Makro-Objektiv her und mein Beitrag für den heutigen MaMo bei Britta und I heart Makro bei Laura wurde geboren.

Am Tag der Entdeckung hatten sich die Mini-Spinnchen auf einem Holzscheit kreisrund und flach zusammengerottet. Leider hat das Licht für Makros nicht so richtig ausgereicht. Glücklicherweise waren sie aber auch am nächsten Tag noch da, diesmal hingen sie als große Murmel in einem Wust aus Spinnenweben.


Meine Nachorschungen haben ergeben, dass es sich hierbei um Gartenkreuzspinnen-Nachwuchs handelt. Erwachsene Kreuzspinnen sehen dann übrigens völlig anders aus. Leider hat sich die Frau Mama nicht blicken lassen, so dass ich euch kein adultes Exemplar zeigen kann. I'm sorry...


Objektivbedingt musste ich ihnen recht dicht auf die Pelle rücken. Das war ihnen nach einer Weile zu bunt und sie sind in alle Richtungen auseinander geflitzt. So konnte ich dann nochmal einzelne Babyspinnen ablichten.


 So ein kleines Tierchen ist gerade mal ca. 2 mm groß.



So klein, so gut gelaunt, denn sie scheinen dauerhaft zu grinsen. Der vermeintliche Lachmund ist tatsächlich eine Anordnung weiterer Augen.




Wenn man sie dann wieder in Ruhe lässt, sammeln sie sich wieder zu ihrer Kugel zusamen. Die Gruppe steht eben für höhere Sicherheit.


In diesem Sinne:
raus ins Getümmel und genießt die Sonne!
Sina


Montag, 22. Juni 2015

Minzeblattkäfer

Insekten mag ich nicht besonders. Alles mit mehr als vier Beinen ist mir grundsätzlich suspekt. Eigentlich.

Denn uneigentlich sind Insekten eines der besten Makromotive, finde ich. Die meisten, die im heimischen Haus und Hof vor sich hin krabbeln, hat man zwar wohl bemerkt, nicht aber wahrgenommen. Aktuell sause ich aber jedem Krabbeltier mit meiner Kamera nach und bitte zum Shooting. Nicht jeder hat Lust, doch hin und wieder begegnet mir ein williges Model. Dank der Erfindung der Suchmaschinen und ihrer doch recht idiotensicheren Anwendbarkeit (z.B. "grüner glänzender Käfer") und der Lektüre einiger Seiten, bekommt das Model dann auch einen Namen. Der lautet heute

Minzeblattkäfer Chrysolina herbacea.


Der Minzblattkäfer gehört mit seinem Verwantem, dem allseits bekannten -und meist unbeliebten-  Kartoffelkäfer zur 5000 Arten umfassenden Familie der Blattkäfer. Er wird zwischen sieben und elf Millimetern groß und ist in Europa und im westlichen Asien heimisch.

Wo habe ich den kleinen Schlingel wohl erwischt? Na klar, an meiner Minze (es geht nichts über wirklich frischen Minztee!!), an der er naschte. Wenig überraschend hat von der Minze auch seinen Namen, denn sie stellt seine ganze Welt dar. Sie ist seine einzige Nahrungsquelle, hier paart er sich, hier legt das Weibchen seine Eier ab und dementsprechend schlüpft er ab Mitte Mai auch hier.

Der Minzeblattkäfer ist auch unter dem Namen "Veränderlicher Blattkäfer" bekannt, da er in verschieden Farben vorkommt, z.B. grün wie mein Model, aber auch blau, violett, kupferfarben oder schwarz.

In der grünen Variante ist er auf Minze ziemlich gut getarnt und ich hatte ihn während unseres Foto-Shoots aus den Augen verloren. Ich nahm an, er hätte keine Lust mehr gehabt und wäre entschwunden. Denn fliegen kann er schon, normalerweise hat er bloß keine Lust. Darum hab ich weiter meine Minze gegossen, wie es mein ursprünglicher Plan war. Bis ich etwas glitzern sah:


Die Tropfen stehen ihm gar nicht mal schlecht, oder?

Ich fand ihn zunächst ganz putzig. Als ich die Bilder am Rechner angeschaut habe, hat es mich allerdings schon ein wenig gegruselt. Er hat nämlich ein ziemlich fieses Mundwerk.



Aber seine Facettenäuglein haben mich dann doch wieder eingewickelt...


Mit diesen Fotos beteilige ich mich heute wieder beim Makro-Montag der lieben Britta und bei I heart Makro von Laura.


In diesem Sinne:
setzt euch einen (Minz-) Tee auf -den können wir bei dem für die nächsten Tage angesagten Wetter sicher brauchen- und macht euch bis zu wärmeren Temperaturen ein paar warme Gedanken!
Sina

Montag, 15. Juni 2015

Es grünt so grün...

...wenn Spaniens Blüten blüh'n. Oder die Graspferde durch den Garten zieh'n. :o)

Zum heutigen Makro-Montag bei Britta und I heart Makro bei Laura haben ich einen grünen Hüpfer auf meinen Chip gebannt.
 
In unserem Garten erwischte ich dieses junge Männchen der Gattung Tettigonia viridissima, dem Großen Grünen Heupferd.



Bei dieser Art der Langfühlerschrecken handelt es sich um eine der am häufigsten vorkommenden Laubheuschrecken Mitteleuropas. Sie werden im adulten Alter zwischen 28 und 36 mm lang und ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten, betreiben Kannibalismus, fressen aber auch Pflanzen (ich habe den Lump auf meiner Kafir-Limette erwischt. Der soll sehen, dass er Land gewinnt!!)

Wenn ihr im Sommer nachts wegen des Gesanges einer Heuschrecke nicht schlafen könnt, könnte durchaus ein Vertreter dieser Art die Schuld daran tragen. Denn ab einer Temperatur von 12-16°C legt er los, als eifriges Männchen durchaus auch bis in die späte Nacht hinein. Er ist dabei  bis zu 100 Meter weit zu hören, dieser kleine Krawallkäfer. Und das selbst in einer Stadt, denn das Heupferd mag jegliche trockene, warme Vegetation ab einer Höhe von 30 cm.




Hier der Beweis, dass das Große Grüne Heupferd zur Unterordnung der Langfühlerschrecken gehört:



Neben seiner Singerei ist er ein prima Kletterer, den auch eine senkrechte Wand nicht stoppen kann: "Was dieser Spidermann kann, kann ich schon lang'!"Außerdem ist das Grüne Heupferd im Vergleich zu anderen Vertretern der Familie ein prima Flieger.



Und auch um seine Flirtkünste steht es zum Besten! Zitat:"Schau mir in die Augen, Kleines!"[Humphrey Grasshoper]





In diesem Sinne:
ich wünsche euch einen super Sprung in die neue Woche!
Oder: macht einen großen Sprung bis zum nächsten Wochenende..
Sina




Dienstag, 9. Juni 2015

Stammbaum auf Stoff

Meine lieben Pateneltern versorgen meine kleine Motte immer wieder mit ganz bezaubernder Kleidung. Gerade am Samstag kam wieder ein Päckchen, das unter anderem soooo niedliche Kleidchen enthielt. *schwelg* Ich freue mich schon darauf, sie darin zu sehen. Dazu muss sie aber noch ein bisschen wachsen. Dafür kann sie sich wiederum noch gern et was Zeit lassen, denn selbige vergeht einfach viel zu schnell, gerade mit einem Zwerg daheim... 

Schon beim letzten Paket wollte ich mich gern revanchieren und ihnen eine kleine Freude machen. Der Plan war flugs entwickelt, nur die neue Nähmaschine fehlte dafür noch. Die kann nämlich Buchstaben nähen. Nun hat sich der Hersteller viiiiiel Zeit gelassen, um das gute Stück zu bauen. Herrje, wie lang können denn bitte 6 Wochen dauern?? Hmm, schrieb ich nicht gerade etwas von "die Zeit vergeht zu schnell"?! Selektive Wahrnehmung, was?! Naja, Zeit hin oder her, die Maschine ist endlich da und ich konnte loslegen.

Zunächst habe ich einen Baum auf einem Laserdrucker ausgedruckt und fein säuberlich ausgeschnitten. Dann benötigt man den Stoff für den Stammbaum, ich habe ein ganz tolles, altes grobes Leinen ausgesucht, das Anno Dazumal ein Zuckersack war, und Transfer Potch.


Der Baum auf der bedruckten Seite sowie der Stoff werden mit dem Mittel bestrichen. 
Es macht Sinn, sich die Konturen vorsichtig auf dem Stoff anzuzeichnen, damit man den Potch nur dahin streicht, wo hinterher auch das Bild ist. Der Potch verhärtet den Stoff nämlich und ist leicht sichtbar. Das weiß ich erst seit hinterher... LBD - learning bei doing.


Dann wird die bedruckte Seite auf den Stoff gelegt und das Papier mit einem Rackel glatt gestrichen. Anschließend wird das Ganze zehn Minuten lang trocken geföhnt. Nun kann man das Papier mit einem Schwamm wegreiben.


Der Übertrag ist überraschend widerstandsfähig. Nach anfänglicher Übervorsicht habe ich zum Schluss hin sogar die harte Seite vom Schwamm genommen.

Ich habe außerdem gelernt, dass es besser ist, keine Zeitung unter den Stoff als Unterlage zu legen. Der potcht sich nämlich auf der Rückseite auch gleich auf den Stoff... *grrr*


Die harte Schwammseite erledigte das nach einiger Zeit reiben glücklicherweise größtenteils.

Danach war mein neues Schätzchen dran und hat mir ganz fein die Namen der Familie auf den Baum genäht. Beim nächsten Mal nehme ich den grünen Faden, dann sehen die Namen wie Blätter aus.

Leider habe ich erst gerahmt und dann geknipst... öhöhm...


Schließlich habe ich eine Bilderrahmen im Shabby Chic-Style zurecht gemacht. Ein Stammbaum ist ja etwas altes, ehrwürdiges, da braucht man auch einen "alten" Rahmen, oder?

Nun ist er fertig und geht in dieser Woche auf die Reise!





Den Stammbaum schicke ich heute wieder zum Creadienstag und zum Upcycling-Dienstag. Da kann ich mir dann auch gleich neue Ideen fürs nächste Projekt holen. :o) 

In diesem Sinne:
seid nicht zuuuu fleißig und genießt das schöne Wetter
Sina





Montag, 8. Juni 2015

Makrofotografie bildet!


Nach den Bilderfluten in den letzten Wochen, bin ich heute ganz puristisch und habe nur ein Foto für euch (Warum muss ich gerade an Heidi Klum denken?!) :

einen Brennnessel-Grünrüssler. Phyllobius pomaceus heißt er auf lateinisch, sagt Wikipedia. Ok... Hätte Britta ihn nicht letzte Woche bei ihrem wöchentlichen Makro-Montag präsentiert, hätte ich nicht mal gewusst, wie das Kerlchen zu deutsch heißt. Brennessel-Grünrüssler also. Oder Nessel-Blattrüssler. Glücklicherweise musste  ich mich nicht in die Nesseln setzen, um ihn zu erwischen. Er saß freundlicherweise auf unserer Regentonne und ließ sich von der Sonne wärmen.




Witzigerweise habe ich erst am Rechner gesehen, dass er gar nicht "richtig" grün ist, sondern nur dicht grün gepunktet. Jaaa, ich kann es nicht häufig genug sagen: ich liebe Makros!!

Bei I heart Makro geht es anderen auch so, schaut doch mal vorbei!

Dann hoffe ich mal, dass ich mich auch in dieser Woche nirgends in die Nesseln setze... ;o)

In diesem Sinne:
Habt eine pannenfreie Woche!
Sina 

Dienstag, 2. Juni 2015

Wrap your furniture!

 Seit etlichen Jahren begleitet mich dieser Schrank.


Keine Schönheit aber treu!

Gedacht als Aktenschrank musste ich feststellen, dass nicht auf beide Etagen Ordner stehend passen. Anfängerfehler!

Dann war er schon Kleiderschrank für Pullover und Shirts. Und Wohnzimmerschrank für alles, was sonst keinen eigenen Platz hat. Er hat auch schon eine Weile bei einer Freundin als Flurschrank gewohnt. Nach ein paar kleinen Umbauten -Loch in den Einlegeboden und den Schrankboden um ein
höhenverstellbares Tischbein zur Stabilisierung einzusetzen. Nicht schön aber zweckmäßig und im Inneren verborgen... -war er dann zum Schluss ein Aquarienunterschrank für ein 160 l Becken. Seit wir dieses Becken abgegeben haben, war der Schrank über und permanent im Weg.



Da er aber noch "gut" war, konnte ich ihn ja nicht wegschmeißen. Das geht nicht. Sowas macht man doch nicht... Und Wegschmeißen kann ja jeder! Was also tun?

Er bekommt mal wieder ein neues Schaffensgebiet: unsere Handtücher im Badezimmer aufzubewahren. Aber bitte nicht im aktuellen optischen Zustand! Nicht mit wackeligen Plastikfüßen und fummeligen Plastikgriffen! Also Zeit für eine weitere Runde... öööhm.... Furniture-Wraping. Vielleicht sollte ich mir den Begriff schützen lassen. Falls ihn nicht schon ein anderer "erfunden"hat. *lach*

Die letzten Schränke, die ich überarbeitet habe, habe ich vom geklebten Furnier befreit, um an den saugenden Untergrund für die weitere Bearbeitung zu kommen. Einen Schrank habe ich mit der Bohrmaschine abgeschleift und mit Geschenkpapier und Kleister verdecopatched. Der andere, mein alter Flurschrank, wurde abgeflämmt und vershabbychiced. Diese Arbeit wollte ich mir diesmal sparen und bin deshalb für Recherchen in den Baumarkt gefahren. Für die meisten Kleber/Kleister braucht man einen saugenden Untergrund. Nicht aber für Ovalit. Ich hatte also meinen Komplizen gefunden.

Farblich zum restlichen Badezimmer passendes Papier hatte ich schon eine Weile liegen.Das hellblaue ist ein Wendepapier - oder so. Auf jeden Fall ist es auf der Rückseite grün. Dadurch sieht es je nach geklebten Schichten unterschiedlich aus und lockert das Gesamtbild auf.

So konnte es nun endlich losgehen. Papier zerreißen, Schrank einschmieren, Papier draufkleben, ab und zu mal mit einer Tapezierrolle glattstreichen. Das gibt ganz witzige Oberflächen:



Nach dem Trocknen hat der Schrank eine Schicht Klarlack bekommen, denn im Badezimmer gibt es Wasser. Hab' ich gehört. Und neben der Badewanne ist ein gefährlicher Standort. Wenn man ausgiebig plantschende Kinder hat...

Zu guter Letzt habe ich ihm noch ein paar neue Füße und neue Griffe aus Metall spendiert. Nun strahlt er an seinem neuen Platz und geht in seiner Aufgabe völlig auf.



Damit beteilige ich mich heute mal wieder am Creadienstag von Anke.

Happy wrapping!
Sina


Montag, 1. Juni 2015

Breakfast at Tiffany's... nein, at Sina's!

Guten Morgen in einer neuen Woche!

Neue Woche, neuer Makromontag bei Britta. Der steht bei mir passend zur Uhrzeit unter dem Motto "Frühstück bei Sina". Bei selbigem habe ich mein Model nämlich gestört. Wobei es sich nicht wirklich hat stören lassen *lach*


Das Angebotene scheint zu gefallen.




Schwupsdiwups, einmal zum Nektar abtauchen....




Da muss er doch irgendwo sein....





Und in Gesellschaft schmeckt es gleich noch besser...





 Auf Diät ist das Pummelchen... ähhm, Hummelchen wohl nicht.




Zum Schluss einmal der Versuch eines High Keys...



In diesem Sinne:
Genießt euer Frühstück und habt einen schönen Start in die Woche!
Sina

Verlinked auch bei I heart Makro.