Dienstag, 29. April 2014

koreanisches Pojagi / Kinderzimmergardine

Der kleinste Mitbewohner in unserem Haushalt steht schwer auf Autos -wie sollte es bei einem kleinen Jungen auch anders sein...-, da lag es nahe, ihm eine Gardine mit entsprechendem Automotiv zu nähen. Das allein war mir aber zu langweilig, darum habe ich einen passenden Stoff als Rahmen dazu ausgesucht.

Die Gardine soll tagsüber als Schal und an sehr sonnigen Tagen als Sonnenschutz dienen, einen Verdunklungseffekt möchte ich nicht erzielen. Deshalb habe ich mir für diese Gardine die koreanische Bojagi-Technik ausgesucht. Diese wird häufig bei Patchwork-Arbeiten verwendet. Das besondere an dieser Technik ist, dass man am Ende nur eine einzige Lage Stoff hat und so ein ganz leichtes, luftiges -lichtdurchlässiges- Ergebnis erhält.



Zunächst legt man die Stoffe links auf links aufeinander. Den Stoff, den man später auf der Naht sehen soll, lässt man dabei ca. 1,5 bis 2 cm überstehen -je nachdem, wie breit sie werden soll. Dann wird die erste Naht ca. 0,5 cm neben den Rand des kürzeren Stoffes gesetzt.












Danach bügelt man den Stoff am besten so auseinander, dass die rechten Seiten beider Stoffe nach oben und die überstehenden Enden mit der längeren Seite nach oben in eine Richtung zeigen.



Dann wird die längere Seite um das kürzere Ende gefaltet und glatt gebügelt.















Abschließend wird die zweite Naht dicht am gefalteten Rand gesetzt.


Auf der Vorderseite habe ich nun zwei sichtbare Nähte...
























...auf der Rückseite eine. Die zweite befindet sich verdeckt unter der Kante.

Wer lieber nur eine Naht auf der Vorderseite möchte, näht die Stoffe am Anfang rechts auf rechts aufeinander, danach wieder umschlagen und bügeln und die zweite Naht setzen.



















Zum Befestigen habe ich mir ein breites Stegband besorgt und aufgenäht. Hier sind die Schlaufen zum Befestigen schon dran und man braucht die Gardine nur noch auf die Stange zu fädeln.













 Hier hängt sie nun einmal als Schal zurückgezogen...




...und einmal als Sonnenschutz zugezogen.





Seit die Gardine hängt, haben wir schon so manche Zeit davor zugebracht und ich bekomme erklärt, welche Fahrzeuge überall darauf abgebildet sind.

Ob es wohl am Motiv oder an der Technik liegt, dass die Gardine so gut ankommt?! Es wird ein Rätsel bleiben.  ;o)

Damit stelle ich mich nun mal bei Kiddikram vor.


Dienstag, 15. April 2014

ND-Filter selber bauen

Vor einer ganzen Weile habe ich in einer Fachzeitschrift einen Artikel über Langzeitbelichtungen mit Hilfe von ND-Filtern gelesen. Es gab ganz wunderbare Bilder zu sehen, einen Fluss zum Beispiel, dessen laufendes Wasser durch die lange Belichtungszeit zu einer einzigen wogenden Gischt geworden ist. WOW, das muss ich -natürlich- auch ausprobieren.

Aber was für eine Bastlerin wäre ich wohl, wenn ich so einen Filter einfach kaufen würde?! Nein, der Fall ist klar, da muss was selbstgebautes her! So habe ich mir eine Ausrüstung geschnappt und geschaut, was schon da ist und worauf man aufbauen kann.

Seit Weihnachten vor ein paar Jahren bin ich stolze Besitzerin einer kleinen Auswahl an Cokin-Filtern. Diese Filter werden mit einem kleinen Metallring, der vorn aufgeschraubt wird, und einem Filterträger einfach vor das Objektiv geklickt.


Da die normalen Objektivdeckel dann nicht mehr passen, gibt es einen extra Deckel.



Hmmm, damit kann man doch was anfangen....


Dem Cokin-Objektivdeckel habe ich sein Innenleben herausgetrennt, so kann ich ihn ganz normal auf den Metallring klicken, trotzdem aber noch etwas sehen. :o)



Das Herzstück des Filters ist ein Schweißerglas aus dem Baumarkt.



Um eine Verbindung zwischen Ex-Objektivdeckel und dem Glas herzustellen und kleinere Unebenheiten auszugleichen, habe ich auf den Deckel einen Moosgummiring geklebt. Nach dem Trocknen ist dann wieder mein allzeit bereiter Freund und Helfer, der Montagekleber, zum Einsatz gekommen. (Btw, es gibt auch Montagekleber, der auf zwei glatten Flächen hält. Den hatte ich aber gerade nicht zur Hand. Ich kann mir vorstellen, dass man damit den Moosgummischritt überflüssig machen kann.)



Aufkleben....







.... trocknen lassen uuuund fertig!


Zu Ostern Über den 1. Mai wird es sicherlich Gelegenheiten geben, ihn auf Herz und Nieren zu testen. Die Bilder werde ich euch dann präsentieren. Hier einfach nur mal ein Schuss aus der Hüfte, um seine grundsätzliche Funktionsfähigkeit unter Beweis zu stellen. :o)



Belichtungszeit 30 Sekunden!!! Am helllichten Tag ohne Filter undenkbar... :o))
Der Autofokus kommt mit dem wenigen Licht bei aufgesetztem Filter nicht mehr klar, darum habe ich ohne Filter fokussiert, dann den Filter aufgesetzt und abgedrückt.

Das Bild ist wegen der Tönung des Schweißerglases grün eingefärbt. Darum ist es notwendig, die Bilder im RAW aufzunehmen und nachzubearbeiten. Ich arbeite normalerweise mit GIMP. Um RAW-Dateien bearbeiten zu können, benötigt man zusätzlich UFRaw, beides Freeware.


Mit diesem Beitrag werde ich mich heute mal bei www.creadienstag.de vorstellen.
 


Donnerstag, 10. April 2014

String Art - "malen" mit Nägeln und Häkelgarn

Meine Freundin hat mich mit einer neuen Idee infiziert (schon wieder etwas, das ich ausprobieren muss....): String Art. Daraus hat sie für Ihre Nähecke einen wunderbaren Schriftzug gestaltet, passend zur Ecke "SEW".

Bei String Art werden Nägel z.B. in eine Holzplatte eingeschlagen und so mit Garn umwickelt, dass Bilder oder Schriftzüge entstehen. Bei letzteren: es gibt zwei Möglichkeiten, die Botschaft sichtbar zu machen: entweder, man läßt den Schriftteil frei und umwickelt alles ringsherum (wie bei einem Negativ) oder man umwickelt nur die Buchstaben.

Ich habe mich für die zweite Vartainte entschieden und ein Türschild gebastelt.



Dazu habe ich den Namen auf kariertes Papier ausgedruckt und auf dem Holz mit Tesa fixiert.















Anschließend kann schon losgehämmert werden. Durch die Linien konnte ich die Nägel möglichst gleichmäßig setzen.

Das Papier habe ich danach einfach rausgerissen und mit einer Pinzette die -zugegebener Maßen recht hartnäckigen- Restfetzen an den Nägeln rausgepult.









Danach wird gewickelt. Am Anfang habe ich die Konturen nachgezogen, dann kreuz und quer gewickelt, abschließend dann nochmal die Konturen. Dazu habe ich ein mehrfarbiges Häkelgarn mit 260 Metern pro 50 Gramm benutzt. Und so sieht mein Ergebnis nun aus:









So ein Schriftzug funtioniert auch in Schreibschrift!



Viel Spaß beim Verwickeln!

Dienstag, 8. April 2014

Silber putzen leicht gemacht

Dank meiner Vorliebe für Hildesheimer Rosen-Besteck komme ich immer mal wieder in die Verlegenheit, einige versilberte Teile putzen zu müssen. Und jeder, der ein paar Silberketten und/oder Ohrringe im Schmuckkästchen hat weiß, wie zeitraubend das Putzen mit einem Silberputztuch ist. Zur Belohnung hat man dann nach getaner Arbeit auch noch das verschmutze Tuch...


Es geht aber viel einfacher. Alles, was man braucht ist eine Schale, etwas Alufolie, einen Löffel normales Speisesalz, kochendes Wasser...
















...und natürlich zu putzendes Silber...
















...bzw. Versilbertes wie meine neuste Errungenschaft - diese Gebäckzange in einer 100 Silberauflage. Bei diesem Muster wäre man mit einem Tuch ziemlich lange beschäftigt..!













So, rein mit den guten Stücken.
Diese "Mischung" verströmt einen etwas muffigen Geruch und das Wasser wird leicht schmutzig. Man kann den Stücken -gerade bei Besteck- beim Sauberwerden zuschauen.











Das Ganze geht ruckzuck und dauert nicht mal eine Minute. Danach ist die Wirkung von Salz und Alufolie verbraucht. Bei stark angelaufenen Silberstücken muss man den Vorgang evtl. wiederholen.

Nun wird das Gut aus dem Wasser gefischt, abgewischt und einmal mit Frischwasser nachgespült. Dann glänzt es wieder ganz fein:
































Da macht sogar das Putzen Spaß!! :o)

Freitag, 4. April 2014

Belesener Stauraum

Kennt ihr das auch? 
Immer und überall gibt es diesen Kleinkram, der keinen festen Platz hat, den man aber einfach nicht wegschmeißen kann, der aber einfach so im Regal gar nicht mal nett ausschaut? 

Dafür ist dies hier eine tolle Lösung:



Seht ihr, was ich meine? Nein? So sollte es auch sein!


Hier ist des Rätsels Lösung: 


 



Mit ein paar hübschen Büchern und einer Holzkiste aus dem Baumarkt kann man ganz flugs Ordnung schaffen. Die meisten gebundenen Bücher haben einen bunten Umschlag. Darunter kommen dann solche Schätze zum Vorscheinen:




















Damit die Bücherdeckel nach dem Schneiden nicht abstehen, habe ich sie an den Buchseiten festgetackert. Die Tackernadeln sieht man nicht mehr, wenn die Bücher nebeneinander stehen.














Dann geht es an Schneiden. Für den festen Deckel habe ich mit Lineal mit Stahlkante gearbeitet. Für die Seiten darunter kann man dann die Kante des Buchdeckels als Führung nutzen.














So habe ich mich Seite für Seite vorgearbeitet.




Dann ist es geschafft und es bleibt nur der Buchrücken über.
















Dann kommt mein persönlicher Freund der Montagekleber zum Einsatz. 
















Der Montagekleber hat den Vorteil, dass er Spalten auffüllt und somit die beim Schneiden entstehenden Unebenheiten ausgleicht. Außerdem hält er nach meiner bisherigen Erfahrung richtig gut.














Um die Kiste auch von der Seite zu kaschieren, habe ich ein Buch nicht ganz durchschnitten. Die überstehenden Seiten habe ich mit Klebestreifen zusammengeklebt, an einer Seite am verbliebenen Deckel und auf der anderen Seite an der Kiste festgeklebt.