Donnerstag, 20. März 2014

Décopatch / Découpage aka Geschenkpapier für Badezimmerschrank-Upgrade

Bei ihrem Umzug hat mir eine Freundin ihren älteren Badezimmerschrank vermacht. Es war ein normaler weißer, an einigen Ecken angeschlagener Schrank. Zum Wegschmeißen eindeutig zu schade, zumal mir ein schmaler Schrank fürs Badezimmer fehlte.

Alles, was der Schrank braucht, ist eine neue Oberfläche. Dafür habe ich der weißen Beschichtung mit einem Schleifaufsatz für die Bohrmaschine den Gar aus gemacht. Da Décopatch- und Découpage-Papier recht teuer ist und ich einiges davon brauchte, habe ich mir schönes Geschenkpapier ausgesucht. Für die Schubladen habe ich ein Papier in uni ausgesucht, für den Korpus eines mit einem bunten Muster.

Das Papier habe ich in unterschiedlich große Stückchen gerissen und mit Kleister auf den Schrank geklebt. Wichtig ist, das man nicht zu geizig mit dem Kleister ist und sowohl den Schrank einkleistert, als auch das Papier (nach dem Aufkleben auch von oben).



An den Kanten wird das Papier einfach wie bei einem Geschenk gefaltet und eingeklappt.















Das Papier, das ich für die Schubladen gewählt habe, ist zweifarbig. So entsteht an den Reißkanten ein dünner, grüner Streifen. Außerdem hat es eine Struktur wie Packpapier. Dadurch sieht die Oberfläche interessanter aus.










 Nach dem Trocknen, habe ich den Schrank mit einem wasserfesten Acryllack gestrichen. Zum Schluss habe ich dem Schrank noch ein paar neue Knäufe verpasst.























Mit Handtüchern und ein paar Accessoires in den passenden Farben gibt es ein stimmiges Gesamtbild. 



 So erstrahlt auch ein Badezimmer mit ein wenig Aufwand und für kleines Geld in einem neuen Glanz.




Dienstag, 18. März 2014

Hildesheimer Rosen-Schmuck

Bei einer ebay-Versteigerung vor einiger Zeit, habe ich meinen Bestand an Kaffeelöffel im Hildesheimer-Rosen-Stil komplettieren wollen. Leider waren es dann doch Espresso- und keine Kaffeelöffel -also kleiner- und damit für mich nicht brauchbar.... Nachdem sie nun eine Weile herumgelegen haben und hübsch aussahen, ist mir etwas eingefallen, was ich aus ihnen machen könnte: Schmuck.

Hier meine kleine Vorher-Nachher-Galerie:



Mein Ausgangsmaterial:


























Mein Ergebnis:


























Die Ohrringe mit angehängter Perle.




Der Kettenanhänger mit eingedrehter Perle.



Nachdem der zweite Teil meines Hildesheimer Rosen Schmuckes schon eine Weile fertig war, habe ich es endlich geschafft, Fotos zu machen, die ich auch zeigen mag.

Die Spiegelungen durch die Krümmung sind bei der Perle gewollt und erwünscht. Wenn man sich auf einem Foto aber selbst sieht -mit der Kamera vor der Nase versteht sich und dem ganzen Wohnzimmer im Rücken...- ist das nicht das Gelbe vom Ei!

Aber nun ist es geschafft. :o)

Der Kettenanhänger war vormals ein Sahnelöffel, die Ohrringe sind die Laffen der oben verwendeten Rosen gewesen.















Ausgeführt habe ich den Schmuck auch schon einmal und kann sagen, die Ohrringe sind überraschend leicht!

Und ich habe noch lange nicht genug. Das nächste Set wartet auf seine Vollendung. Der Anhänger ist fast fertig.

Außerdem hat meine Freundin einen Anhänger dieses Sets "bestellt", (juhuuu, mein erster Auftrag!!) mit Holz- statt Wachsperle und grünem statt blauem Schmuckdraht. Es gibt also schon bald wieder etwas Neues zu sehen. :oD

Einen Tip zum schnellen und unkomplizierten Reinigen von Silber findet ihr hier: *klick*

Serviettentechnikkleber vs. Kleister & Geschenkpapier vs. Décopatch-Papier

Serviettentechnik und Décopatch bzw. Découpage erfreuen sich aktuell einer großen Beliebtheit. Entsprechenden Spezialkleber und tolles Papier gibt es in diversen Ausführungen, den Kleber z.B. als Kerzenpotch, Art Potch Lack&Leim, Porzellan Potch...

Sowohl Kleber als auch das Papier sind häufig sehr teuer, darum habe ich nach günstigeren Alternativen gesucht. Auf saugenden Oberflächen frage ich mich doch, wo der Vorteil von Spezialklebern ggü. Kleister ist. Wenn ich mit Kleister Tapeten (die häufig nichts anderes als Papier sind...) an die Wand bringen kann, warum dann nicht auch Papier auf eine saugende Oberfläche wie zum Beispiel Bretter oder Leisten?
Darum lasse ich Serviettenkleber und Kleister in einer kleinen Challenge gegeneinander antreten und teste, ob sich nicht auch Geschenkpapier als neue Oberfläche eignet.

Dazu habe ich den Rest einer Spanplatte mit zweifarbigem Geschenkpapier beklebt. Die erste Seite in blau ist in einem Stück und genau wie die Serviettenmotive mit Kleister aufgebracht.
Die zweite Seite in grün habe ich im Deco-Patch-Stil ebenfalls mit Kleister geklebt; hier wurden die Motive mit Serviettenkleber geklebt. Mein Fazit lest Ihr unten.


Mein Ausgangsmaterial


Serviettenkleber
Spanplattenrest
zweifarbiges Papier
Tapetenkleister
Serviettenkleber
Servietten
Schwammpinsel
Tapetenroller (nur zum Glätten des farbigen Papiers)
Schere




Teil 1: der Tapetenkleister


Nachdem ich die erste Seite mit dem Papier beklebt habe, wird es für den Kleister ernst:
Das Motiv ist ausgeschnitten, ich habe die unteren Papierschichten der Serviette getrennt und verwende nur die bedruckte Schicht, wie man es in einschlägigen Anleitungen nachlesen kann.


Nun wird die gewünschte Stelle für das Bild nochmal gut eingekleister, dann das Motiv vorsichtig platziert und mit dem Schwammpinsel und weiterem Kleister sanft glatt gestrichen.

Auch das nächste Motiv bringe ich so auf.











Die Servietten sind wirklich leicht zerreißlich.
Da ich mir bei beiden Motiven nun Löcher in die
Bilder gerissen habe, werde ich beim nächsten Bild die Papierschicht unter der bedruckten Schicht zur Stabilisierung dranlassen.

Man kann versuchen so ein Loch zu flicken, in dem man sich aus der restlichen Serviette ein Stückchen herausschneidet, das farblich passt.







Wenn es mit Kleister an der entsprechenden Stelle angebracht wurde, solltet Ihr es etwas einweichen lassen und dann mit dem Finger leicht reiben. Damit egalisieren sich die Übergänge etwas.











Gesagt, getan. Das dritte Bild habe ich mit doppelter Lage aufgeklebt.Wenn Ihr die Motive miteinander vergleicht seht Ihr, das die beiden ersten mit je nur einer Schicht durchscheinender und faltiger sind. Der letzte Frosch hat viel intensivere Farben.







Wenn der Kleister schon ein bisschen angetrocknet ist, kann man ganz vorsichtig noch etwas an den
Servietten schieben, z.B. mit dem bekleisterten Finger, und die Motive leicht korrigieren und Falten
rausschieben bzw. glattstreichen.

Zum Schluss die gesamte Fläche nochmal gut einkleistern und einige Stunden -z.B. über Nacht- trocknen lassen.

Und so sieht dann das fertige Bild aus:






Teil 2: der Serviettenkleber





Laut Anleitung wird das Motiv an der gewünschten Stelle platziert und direkt mit dem Kleber überstrichen. Mir ist das Motiv dabei leider aus der Form geraten, darum habe ich es vorgezogen, den Kleber schon dünn auf die Stelle aufzutragen und dann das Motiv aufzulegen. So verrutscht es nicht mehr.










Bei der Verwendung des Serviettenklebers hatte ich ziemlich Schwierigkeiten, die Servietten nicht zu zerreißen. Darum habe ich mich bei der Maus wieder entschieden, nicht nur die oberste sondern auch wieder die Schicht darunter zu verwenden. Leider hat dies nicht den erhofften Erfolg gebracht.










Um auszuschließen, dass ich einfach eine viel dünnere Serviette als beim Kleisterversuch erwischt habe, habe ich den Marienkäfer mit Kleister aufgeklebt. Der Marienkäfer hat zwar einen Fühler eingebüßt, ließ sich aber deutlich leichter platzieren.










So, alle Motive sind aufgeklebt. Nun noch über Nacht trocknen lassen.











Am nächsten Morgen:




Leider kein Ergebnis, das mich überzeugt. Die Bilder sind alle durchsichtig. Das ist bei der Giraffe in sofern ein Vorteil, als dass ich die Zwischenräume zwischen ihren Beinchen nicht ausgeschnitten habe, dies nun aber nicht mehr sichtbar ist.





Beim Marienkäfer ist das Motiv nicht durchsichtig geworden. Dafür sieht man aber die nicht ausgeschnittene Bereiche.














Mein Fazit:
Bei sehr filigranen Motiven, die auf einen hellen Untergrund aufgebracht werden sollen, ist der Serviettenkleber von Vorteil.

Bei allen anderen Motiven oder Bilder, die auf einen sehr farbintensiven Untergrund geklebt werden, reicht der Kleister auch unter Kostengesichtspunkten absolut aus.

Da es bei beiden Varianten Sinn macht, die fertigen Collagen zu lackieren, ist der Lack im Serviettenkleber kein echter Vorteil. Je nach Größe des Werkes wäre es u.U. sehr teuer, neben den Motiven noch das ganze Kunstwerk ebenfalls mit dem Serviettenkleber zu lackieren. Ein normaler Lack aus dem Baumarkt reicht im Normalfall völlig aus. Hier kann auch je nach dem Ort, an dem es hinterher hängen/stehen soll, der entsprechende Lack gewählt werden (z.B. ein wasserfester Lack).






Donnerstag, 13. März 2014

Shabby Chic Teil 2

Das gute Wetter der letzten Tage hat mir in die Hände gespielt und ich konnte draußen am Ex-Flurschrank weiterarbeiten.


Dabei habe ich spontan entschieden, die Profilleisten nicht nur auf den Türen, sondern auch auf den Schubladen zu befestigen. Danach war aber wirklich endlich das Streichen dran!




 




Den Lack habe ich leicht fleckig aufgetragen und an der ein oder anderen Stelle an den Profilleisten für ein paar Laufnasen gesorgt.


Nachdem der Acryllack getrocknet war, habe ich mit einer normalen mattweißen Wandfarbe für ein bißchen Patina gesorgt. Zum Auftragen habe ich einen normalen Schwamm aus dem Drogeriemarkt benutzt.



Zu guter Letzt wird geschliffen, was das Zeug hält. Hierzu eignet sich relativ feines Schleifpapier, z.B. 120er, um zwar Farbe abzutragen, dabei aber nicht fiese Kratzer zu hinterlassen. Wenn dann an einigen Stellen das Holz wieder rausschaut, nähert man sich dem Ziel....











 



Als hätte die Ecke auf den Schrank gewartet, oder?!



























Den kompletten Post findet ihr hier.

Mittwoch, 12. März 2014

Faux Chenille Decke Teil 2

Nach der ein oder anderen Hürde, die zu nehmen war -meine Nähmaschine ist mit über 40 Jahren eben eine alte Dame und hat immer mal ein paar Gebrechen...- sind die Nähte nun vollzählig.
 

Nun geht es ans Schneiden. Die unteren Schichten zwischen den Nähten werden durchtrennt.










Durchhalten, es lohnt sich!!



Nach dieser Schlitzerei ist das Schrägband dran, mit dem die Kante der Decke verziert wird. Wie man Schrägband selber machen kann, liest du hier.

Es wird dann einmal rings um die Kante der Decke gefaltet und festgesteckt.


Bei den Ecken falte ich das Band wie die Ecken eines Geschenkpapiers. Gerade legen bis an die Kante, um die Ecke rum, einklappen und...











...die obere Lage runterklappen und feststecken.














Den Anfang des Schrägbandes sollte man offen lassen, um ihn später, wenn man einmal ringsherum genäht hat, passend vernähen zu können. Durch die zahlreichen Lagen verschiebt sich nämlich gern nochmal ein bisschen was.




Da ich eh schon viele Lagen haben, habe ich hier ein bisschen geschummelt. Eine tolle Anleitung wie es richtig geht, findet ihr hier.





So, nun sitzt das Band und die Decke muss nur noch gewaschen - und nach Möglichkeit im Trockner getrocknet werden. Wer keinen Trockner hat, kann die Decke auch einfach nochmal waschen. Aber auch so sieht die geschnittene Lage doch schon toll aus, oder?



 















Aber nach dem Waschen kommt der Effekt so richtig schön zur Geltung:







Und so sieht die Decke im Ganzen nun aus:






...und als Wohnaccessoire:







Da weiß man doch, wofür man sich die Arbeit gemacht hat. :o))




Die gesamte Anleitung findet ihr hier: Faux Chenille Decke